Frauen und Karriere - Zahlen, Daten, Fakten

Noch nie gab es so viele gut ausgebildete Frauen wie heute.

Bildungsmäßig haben Frauen die Nase vorne. Aktuell beträgt der Frauenanteil bei den Studienabschlüsse in Österreich 56 %, bei den Pädagogischen Hochschulen sogar 79 %. Lediglich bei den Abschlüssen an Fachhochschulen sind die Männer noch in der Überzahl. Hier beträgt der Frauenanteil bei den Studienabschlüssen 48 %. Doch was bedeutet Karriere und Erfolg überhaupt für Frauen?

Frauen definieren Erfolg im Beruf anders als Männer und gehen Karriereambitionen anders an.

Zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Frauenstudie von Accenture (2013). Die Studie, an der weltweit rund 4.100 berufstätige Frauen und Männer aus 33 Ländern teilgenommen haben.

Frauen planen ihre Karriere passiver.

Frauen fragen seltener nach einer Beförderung (14 % versus 26 %) oder Gehaltserhöhung (32 % versus 48 %) und finden es auch belastender, sich darum zu bemühen (52 % versus 40 %), außerdem ist es Frauen wichtiger, was sie mit ihrer Arbeit bewirken (32 % versus 18 %), so das österreichische Ergebnis.

Lesen Sie mehr: http://careers.accenture.com/SiteCollectionDocuments/PDF/POV_Accentures_Frauenstudie_2013.pdf

 

Karrierebrüche bei Frauen - Die Unternehmenskultur ist entscheidend!

Die Unternehmenskultur stellt häufig einen Knackpunkt für Frauenkarrieren dar. Zu diesem Ergebnis ist auch das Frauenhofer Institut (2012) in seiner Studie „Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden“ gekommen. Demnach führen vor allem folgende Faktoren zu Karrierebrüchen bei Frauen in Führungspositionen: 

  • die wirtschaftlichen Vorteile von Frauen in Führungsfunktionen sind zu wenig bekannt 
  • Maßnahmen für mehr Frauen in Führungspositionen richten sich vor allem an Frauen – der Mehrwert ist für Männer oft nicht klar erkennbar 
  • Vermeintlich frauentypische Herangehensweisen werden nicht als Bereicherung empfunden, sondern als Irritation 
  • Frauen sind mit Akzeptanzproblemen und Stereotypisierungen konfrontiert, es wird ihnen mangelnde Karrierefähigkeiten unterstellt 
  • Häufig führen außerbetriebliche Verpflichtungen zu Karrierebrüchen. Versorgungsaufgaben werden nach wie vor großteils von Frauen übernommen 
  • Die Inanspruchnahme von Teil- und/oder Auszeiten ist mit Karrierenachteilen verbunden Mehr über diese Studie können Sie hier nachlesen: http://www.unternehmenskulturen-veraendern.de/

 

Auch McKinsey (2013) kommt zu dem Schluss, dass die Unternehmenskultur ausschlaggebend für das Gelingen von Frauenkarrieren ist. In einer online-Umfrage im Herbst 2013, an der 624 Männer und 797 Frauen teilgenommen haben, wurde festgestellt, dass der Einfluss der Unternehmenskultur darauf, ob Frauen es an die Unternehmensspitze schaffen, doppelt so groß ist wie individuelle Faktoren.

Mehr dazu: http://www.mckinsey.com/Insights/Organization/Moving_mind-sets_on_gender_diversity_McKinsey_Global_Survey_results?cid=other-eml-alt-mip-mck-oth-1401

 

Ein ähnliches Ergebnis zeigt eine Umfrage von GDI Consulting (2013). 149 österreichische Frauen wurden befragt, was sie daran hindert, Karriere zu machen. Es sind vor allem kulturelle Gründe und familiäre Verpflichtungen, die Frauen am beruflichen Vorwärtskommen hindern. Was sich viele Frauen für Ihre berufliche Entwicklung von Unternehmen und Gesellschaft wünschen: 

  • Änderung der Unternehmenskultur 
  • Firmeninterne Kinderbetreuung 
  • Teilzeitarbeits-/Teilzeitführungsmodelle 
  • Potenzialentwicklungsprogramme 
  • Mentoring

(GDI-Consulting: Manager/innenpanel 2013)